Ackerbau-Check

Liquiditätsplanung

Ein- und Auszahlungen Monat für Monat, Kontoverlauf mit Kreditlinie und Abgleich mit den tatsächlichen Kontoständen.

Während die Ergebnisvorschau eine Zahl für das ganze Jahr liefert, beantwortet dieses Modul eine andere Frage: Wann fließt das Geld, und reicht die Kreditlinie in jedem Monat? Sie erreichen es über Liquiditätsplanung in der Leiste oben.

Zwei Wege in dieses Modul. Wenn Sie vorher kalkuliert haben, holen Sie die Zahlen über „Beträge übernehmen“ (Schritt 3). Sie können das Modul aber auch allein nutzen und alle Positionen selbst anlegen – dann bleibt der Übernahme-Dialog leer, das ist kein Fehler.

1 · Zeitraum und Konto

Diese Angaben legen den Rahmen fest:

Feld Bedeutung
Planungsbeginn Wirtschaftsjahr (ab 1. Juli), Kalenderjahr (ab 1. Januar) oder frei wählbarer Beginn
Jahr Jahr des ersten Planmonats als ganze Zahl von 2000 bis 2099, z. B. 2026
Erster Monat nur bei „Frei wählbarer Beginn“: der Monat, mit dem der Plan startet
Zeitraum 12 oder 18 Monate. Die längere Fassung reicht über ein Jahr hinaus und ist für Bankgespräche üblich
Kontostand MM.JJJJ Stand am ersten Tag des Zeitraums, z. B. „Kontostand 07.2026“ für den 1. Juli 2026, bei einem Minus mit Minuszeichen
Kreditlinie Ihre Kontokorrentlinie als positive Zahl: wie weit das Konto ins Minus darf

Danach: Unter den Feldern steht, von wann bis wann der Plan läuft und in welche Monate die Quartalstermine fallen. Der Kontoverlauf unten zeigt eine rote gestrichelte Linie auf Höhe der Kreditlinie. Alle Monatsangaben tragen das Jahr, z. B. „Jul 26“.

Wer den Beginn ändert, nachdem schon Termine oder Ist-Werte erfasst sind, wird gefragt, was mit den Einzelterminen passieren soll: Sie bleiben im selben Kalendermonat (eine Zahlung im Februar 2027 steht danach weiter im Februar 2027) oder sie rücken mit (was im ersten Planmonat lag, liegt wieder im ersten Planmonat). Ein geändertes Jahr verschiebt den ganzen Plan – praktisch, um einen Plan fürs Folgejahr zu übernehmen.

Der Kopfbereich der Liquiditätsplanung mit den Feldern für Wirtschaftsjahr, Zeitraum, Kontostand und Kreditlinie, darunter die Blockauswahl.
Zeitraum, Konto und Blockauswahl. Abgeschaltete Blöcke erscheinen unten nicht in der Positionstabelle.

2 · Blöcke zuschalten

Jede Position gehört zu einem Block, und jeder Block hat eine Standardrichtung. Das erspart Ihnen Vorzeichen: Ein Betrag im Block Pacht ist automatisch eine Auszahlung.

Block Richtung Umsatzsteuerfeld
Verkaufserlöse Einzahlung ja
Direktzahlungen Einzahlung nein
Sonstiges Einzahlung ja
Finanzierung Einzahlung nein
Betriebsmittel Auszahlung ja
Arbeitserledigung Auszahlung ja
Pacht Auszahlung nein
Kapitaldienst Auszahlung nein
Privat Auszahlung ja
Steuern und Sozialversicherung Auszahlung ja
Investitionen Auszahlung ja

Vier Blöcke sind zu Beginn abgeschaltet: Finanzierung, Privat, Steuern und Sozialversicherung sowie Investitionen. Wer eine vollständige Haushaltsrechnung braucht, schaltet sie zu.

Ein abgeschalteter Block behält seine Positionen, zählt aber nicht mit. Beim Wiedereinschalten sind sie unverändert da – nützlich, um zwei Varianten nebeneinander zu halten.

Die Ausnahme von der Richtung: Ein negativer Betrag kehrt sie um. So tragen Sie eine Pachteinnahme im Block Pacht ein (Betrag mit Minuszeichen) oder eine Vorsteuererstattung im Block Investitionen.

3 · Beträge übernehmen

Der Knopf Beträge übernehmen öffnet einen Dialog mit drei Gruppen:

Setzen Sie die Haken für das, was Sie brauchen, und wählen Sie je Zeile den Zahlungsmonat. Statt eines Monats können Sie auch Monatlich oder Quartalsweise wählen – der Betrag wird dann durch die Zahl der Termine geteilt. Aus 24.000 € Pacht mit dem Termin „Quartalsweise“ werden vier Zahlungen zu 6.000 €.

Vorhandene Positionen bleiben unberührt. Sie können den Dialog also mehrfach benutzen, etwa nachdem Sie in der Hauptansicht eine Fruchtart ergänzt haben.

Der Dialog Beträge übernehmen mit den drei Gruppen, je Zeile einem Häkchen, dem Betrag und einer Monatsauswahl.
Auswählen, Zahlungsmonat festlegen, übernehmen.

4 · Positionen und Termine

Jede Zeile trägt einen Namen, einen Betrag und einen Termin. Den Namen überschreiben Sie direkt, der Betrag ist ein normales Eingabefeld.

Der Betrag gilt je Termin, nicht je Jahr. Eine Privatentnahme von 30.000 € im Jahr tragen Sie als 2.500 € mit dem Termin „Monatlich“ ein, nicht als 30.000 €.

Die Terminauswahl kennt drei Möglichkeiten:

Termin Fällig
Einzelner Monat nur in diesem Monat
Monatlich in jedem Monat des Zeitraums
Quartalsweise in März, Juni, September und Dezember

Die Quartalstermine richten sich immer nach dem Kalender, unabhängig vom Planungsbeginn. Sie entsprechen den Vorauszahlungsterminen nach § 37 Abs. 1 EStG.

Die aufgeklappte Terminauswahl einer Position mit den Einträgen Monatlich, Quartalsweise und den zwölf einzelnen Monaten.
Die Terminauswahl. „Quartalsweise“ nennt die betroffenen Monate mit.

Rechts in der Blockzeile steht die Zahl der Positionen und ihre Summe – ein schneller Blick darauf, ob ein Block vollständig ist.

5 · Umsatzsteuer je Block

Tragen Sie alle Beträge netto ein. Im Kopf jedes Blocks steht ein Prozentfeld, mit dem die Umsatzsteuer auf sämtliche Positionen dieses Blocks aufgeschlagen wird. Kein Eintrag oder 0 bedeutet: Der eingetragene Betrag ist bereits der Zahlungsbetrag.

Warum blockweise und nicht ein Satz für den ganzen Plan? Weil im Betrieb unterschiedliche Fälle zusammentreffen: Betriebsmittel zum Regelsatz, Verkäufe je nach Besteuerungsform, Pacht in der Regel steuerfrei. Vier Blöcke haben deshalb gar kein Feld (siehe Tabelle in Schritt 2).

Welcher Satz für Ihren Betrieb gilt, hängt von Ihrer Besteuerungsform ab. Diese Anwendung trifft dazu keine Annahme und ersetzt keine steuerliche Beratung.

6 · Kennzahlen lesen

Über dem Kontoverlauf stehen vier Zahlen:

Kennzahl Bedeutung
Tiefster Kontostand der niedrigste Stand im gesamten Zeitraum
erreicht im der Monat, in dem das passiert
Bedarf über der Kreditlinie wie weit der Tiefpunkt unter die Kreditlinie rutscht. Steht dort „keiner“, reicht die Linie im Plan aus
Saldo Ein-/Auszahlungen die Summe aller Bewegungen über den Zeitraum, unabhängig vom Anfangsbestand

Das Diagramm darunter zeigt je Monat die Einzahlungen (grün) und Auszahlungen (rot) als Balken, den Kontostand als Linie und die Kreditlinie gestrichelt. Die Monatsübersicht darunter enthält dieselben Zahlen als Tabelle: Einzahlungen, Auszahlungen, Monatssaldo und Kontostand am Monatsende.

Die Kennzahlenleiste über dem Kontoverlauf, darunter das Diagramm mit Balken, Kontostandslinie und gestrichelter Kreditlinie.
Tiefpunkt, Monat und Bedarf über der Kreditlinie beantworten die Frage, die im Bankgespräch zuerst kommt.

7 · Soll-Ist-Abgleich

Ein Plan ist zu Jahresbeginn eine Annahme. Der Abgleich macht daraus im Jahresverlauf eine laufende Kontrolle.

Setzen Sie das Häkchen Soll-Ist-Abgleich nutzen. Die Tabelle zeigt dann je Monat den geplanten Kontostand, ein Eingabefeld für den tatsächlichen und die Abweichung.

Entscheidend ist, was danach passiert: Ab dem letzten erfassten Ist-Kontostand schreibt der Plan auf dem tatsächlichen Wert fort statt auf dem rechnerischen. Wer im August 6.700 € mehr auf dem Konto hat als geplant, sieht diesen Vorsprung in allen Folgemonaten mitlaufen. Die Planwerte selbst bleiben unverändert – Sie können jederzeit sehen, wie weit Sie vom ursprünglichen Plan abweichen.

Einzelne Positionen lassen sich zusätzlich abgleichen: Das Häkchen Ist in der Positionstabelle nimmt die Zeile in den Abgleich auf.

Der Soll-Ist-Abgleich mit der Zeile Kontostand Plan, den Eingabefeldern für den Ist-Stand und der Abweichung je Monat.
Zwei erfasste Monate. Ab dem letzten Ist-Wert rechnet der Plan auf dem tatsächlichen Stand weiter.

Speichern und Weitergeben

Die Liquiditätsplanung wird im Browser gespeichert, aber nicht im Speicher-Link der Hauptansicht – dafür ist sie zu umfangreich. Sie sichern und übertragen sie so – die Menüs Datei und Export stehen oben auf dieser Seite:

Weg Enthält die Liquiditätsplanung Wieder einlesbar
Speicher-Link nein –
JSON herunterladen (Modus Erweitert) ja ja, über JSON hochladen
CSV-Export, Bereich Liquiditätsplanung ja nein
PDF-Export, Bereich Liquiditätsplanung ja nein

Wer den Plan aus einer Zahlungsübersicht in Excel aufbauen will, findet das Dateiformat im Kapitel Betriebsdaten-Datei: Liquiditätsplanung. Dort steht auch ein Auftragstext, mit dem eine KI die Datei aus Ihren Daten erzeugt.

Häufige Stolpersteine